Ganz einfach…Artischocken

„Wow, wie hast du das denn gemacht?“ oder „Das wäre mir ja viel zu aufwändig!“ höre ich ab und zu mal von Freunden und Bekannten, wenn sie hören und sehen, was ich so koche.

Wenn ich ihnen dann erkläre, was ich gemacht habe und wie lange ich dafür gebraucht habe, kommt meistens das Staunen „Echt, so einfach ist das?“.
Ja, genau, so einfach ist das!

Vieles, was nach viel Arbeit aussieht und richtig Eindruck macht, ist eigentlich ganz einfach. Trotzdem haben wir gewissen Respekt davor, uns an diese Gerichte selbst heran zu wagen, weil wir glauben es dauert sehr lange, ist sehr aufwändig oder erfordert meisterhafte Küchenkünste. Diese Gerichte möchte ich ein wenig entzaubern, indem ich zeige, wie einfach sie eigentlich sind. Wir fangen an mit: Artischocken.

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1. Artischocke kaufen

Artischocken kommen in vielen Farben und Formen, aus aller Herren Länder und in jung und alt. Für die Zubereitungsart, die ich euch heute zeige, brauchen wir große, frische Artischocken.
Woran erkenne ich also eine frische Artischocke?
Zunächst einmal am Stiel. Er sollte nicht schrumpelig sein und möglichst lang. Ja, ich rede immer noch vom Stiel der Artischocke. Außerdem sollten die Blätter keine dunklen Stellen aufweisen.

2. Artischocke vorbereiten

Bevor wir der Artischocke zu Leibe rücken, schonmal einen großen Topf mit Wasser und einem guten Spritzer Zitrone zum Kochen bringen.

Die Artischocke kurz unter Wasser abspülen, um möglichen Sand zu entfernen. Dann geht es los. Wir brauchen eine Küchenschere, ein scharfes Messer und eine Zitrone.

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Als erstes entfernen wir die untersten Blätter direkt am Stiel. Sie haben keinen Zweck. Dann schneiden wir mit der Küchenschere von jedem Blatt die Spitze ab.

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Zum Schluss nehmen wir das Messer und schneiden die Spitze der Artischocke ab.

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Korrekterweise bricht man dann den Stiel ab, um die bitteren und ungenießbaren Fasern aus dem Boden zu entfernen. Für mich persönlich funktioniert auch ein Abschneiden des Stiels, ich entferne die Fasern dann beim Essen.
Die Schnittstelle unbedingt mit Zitronensaft beträufeln, damit sie sich nicht verfärbt.

Dann kann die Artischocke in das mittlerweile kochende Wasser gegeben werden. Deckel drauf und für ca. 30 – 45 Minuten köcheln lassen.

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Die Zeit kann man wunderbar nutzen, um Dips vorzubereiten, einen Salat zu machen, duschen zu gehen oder ein Glas Wein zu trinken – obwohl, oder gerade weil Montag ist. Ich habe in 45 Minuten alles geschafft.

3. Artischocke essen

Je nach Größe sollte die Artischocke nach ca. 30 – 45 Minuten gar sein. Um das zu testen nehmen wir sie mit einer Schaumkelle aus dem heißen Wasser, drehen sie um, so dass der Boden nach oben zeigt und lassen sie abtropfen. Dann zupfen wir an einem der dicken Blätter. Löst es sich ohne viel Kraft, ist die Artischocke fertig. Dann muss sie nur noch auf einen Teller gelegt werden und ist fertig zum Verzehr.

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Nun werden die Blätter Stück für Stück von außen nach innen abgezogen und der untere Teil, in dem sich das leckere Fleisch der Artischocke befindet, ausgelutscht.

Das Beste kommt dann zum Schluss. Irgendwann werden die Blätter sehr dünn und das Heu kommt zum Vorschein. Das müssen wir entfernen, es ist nicht essbar. Und wenn man sagt es nicht essbar, sollte man das auch glauben und nicht aus Neugier probieren *hüstel*. Also, weg mit dem Zeug und zum Schluss den köstlichen Boden genießen.

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Dazu passen verschiedene Dips oder eine Vinaigrette. Ich habe dazu einen Joghurt-Kräuter-Dip gemacht. Ein Ziegenkäse-Thymian-Dip passt auch hervorragend.

Seht ihr nun, warum Artischocken ganz einfach sind?
Einmal im Topf, kochen sie sich praktisch selbst. Sie machen wirklich was her und sind eine perfekte Vorspeise für Gäste. Oder für ein bißchen Dekadenz am Montagabend.

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